

Sils Maria
Ida Weber begibt sich auf ihre Reise entlang der Zeit.
Sils Maria im Engadin, weit entfernt und jenseits des Alltäglichen, umschlossen von schweigenden Felsmassen, ist dabei ihre Projektionsfläche für Vergangenes, Gegenwärtiges und Künftiges. Der Ort Sils Maria ist das Kontinuum in ihrem Leben: Immer zurückkommend und immer wieder Abschied nehmend. Sils Maria ist zugleich auch Konzept einer zeitlosen Wiederkehr von Präsenz und Distanz.
Ida Weber verbindet dies mit ihrem eigenen antizipierten Alterungsprozesses. In ihren Selbstportraits inszeniert sie diesen offen und schonungslos, sich selbst mit der eigenen Vergänglichkeit und Begrenztheit ihrer Lebenszeit konfrontierend. Brüche und Neuanfänge bewältigt sie und gibt das Interesse an Sils Maria an ihre verschiedenen Lebensabschnitte weiter. Die Fotografien bauen in ihrer Abfolge aufeinander auf, gehen zugleich ineinander über und erschaffen so einen intimen Moment des Wiedererkennens; sie sind eine Komposition der Übergänge.
Die Arbeit Sils Maria ist für Ida Weber eine Brücke zwischen Welt- und Lebenszeit. Sich ihrer eigenen Verletzlichkeit bewusst, verhandelt sie in ihrer Arbeit die Zeit in ihrer Halluzination und meditativen Tiefe mit dem blinden Fleck zwischen Erinnerung, Gegenwart und Zukunft.

Sils Maria
English
Ida Weber embarks on her journey through time. Sils Maria in the Engadin, far away and beyond the everyday, enclosed by silent rock masses is her projection surface for the past, the present, and the future.
The place Sils Maria is the continuum in her life: always returning and always bidding farewell. Sils Maria is simultaneously a concept of a timeless recurrence of presence and distance.
Ida Weber connects this with her own anticipated ageing process. In her self-portraits, she stages this openly and relentlessly, confronting herself with her own transience and the limits of her lifetime. She overcomes ruptures and new beginnings, passing on her interest in Sils Maria to the different stages of her life.
The photographs build on each other in sequence, merging into one another, thus creating an intimate moment of recognition. They are a composition of transitions.
For Ida Weber, the work Sils Maria is a bridge between world-time and lifetime. Aware of her own vulnerability, in her work she negotiates time in its hallucination and meditative depth with the blind spot between memory, present, and future.











